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Um ein Implantat stabil verankern zu können,
ist eine Mindesthöhe an Kieferknochen erforderlich. Besonders
problematisch ist der Bereich des seitlichen Oberkiefers, wenn
mehrere Zähne fehlen und in Folge des natürlichen Knochenschwundes
und der Ausdehnung der Kieferhöhle die Mindestknochenhöhe
für ein Implantat unterschritten ist. In diesem Fall muss zunächst
neuer Knochen aufgebaut werden: die Kieferhöhle
(Sinus) ist mit einer dünnen Schleimhaut ausgekleidet. Durch
ein seitliches Knochenfenster wird die Schleimhaut vom Kieferhöhlenboden
gelöst und der entstandene Hohlraum mit eigenem Knochen oder
Knochenersatzmaterial in Verbindung mit einem Thrombozytenkonzentrat
(Eigenblutspende) aufgefüllt. Reicht die Restknochenhöhe
für eine primäre Stabilität der Implantate aus,
kann der Sinuslift in einer Phase durchgeführt werden: d.
h. Knochenauffüllung und Implantation erfolgen in einer Operationsitzung.
In 50% der Fälle ist die Knochenhöhe jedoch zu gering,
so dass ein zweiphasiger Sinuslift durchgeführt
wird: bei der ersten Behandlung wird der Knochenaufbau durchgeführt,
nach einer Ausheilungszeit von 5 - 9 Monaten wird in einer zweiten
Operation das Implantat eingesetzt.
Mit Hilfe einer neuartigen Technik, lässt sich dieses
für den Patienten belastende Verfahren jedoch vereinfachen:
dabei wird eine dünne Titanschiene, ein sogenannter Sinusimplantatstabilisator,
auf den Kieferknochen gesetzt. Die Schiene enthält Perforationen
für die Verschraubung mit den Implantaten sowie, bei Bedarf,
für die Fixierung am Knochen. Selbst bei einem sehr flachen
Kieferknochen lassen sich der Aufbau des Kieferknochens und die
Einpflanzung der künstlichen Zahnwurzel im Rahmen einer Operationssitzung
durchführen.
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