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Bei der Zahnimplantation wird eine künstliche
Zahnwurzel aus Titan in den Kieferknochen gepflanzt. Nach diesem
Eingriff, der in der Regel in örtlicher Betäubung erfolgt,
wird das Zahnfleisch über dem Implantat vernäht. Das
Implantat muß dann in Ruhe einheilen können, d.h. ohne
dass es einer mechanischen Belastung ausgesetzt ist, damit sich
die Knochenzellen bilden können die an der angerauten Oberfläche
des Implantates anwachsen können und für den festen Halt
der künstlichen Wurzel sorgen.
In den nächsten 2 - 3 Tagen sollten Sie den Implantationsbereich
kühlen, um eine Schwellung so klein wie möglich zu halten.
In den ersten Tagen darf die Wunde nicht belastet werden. Es empfiehlt
sich weiche Nahrung zu sich zu nehmen, bis die Fäden nach
7 - 14 Tagen entfernt werden. Mit Hilfe von desinfizierenden Mundspüllösungen
vermeiden Sie eine Infektion der Wunde während dieser Zeit.
Normalerweise wird Ihnen für die ersten 2 - 3 Tage ein Schmerzmittel
verschrieben - das reicht in den meisten Fällen aus.
Vorhandene Prothesen können in den ersten 10 Tagen nicht getragen
werden. Natürlich müssen Sie in dieser Zeit nicht auf
Ihre Zähne verzichten. Es kann sofort eine festsitzende provisorische
Versorgung auf sogenannten temporär Implantaten (IPI) eingesetzt
werden. Das hält die Kräfte während des Kauens von
der Implantatwunde fern. Für einen Außenstehenden bleibt
damit der Implantateingriff unbemerkt. Die provisorischen Implantate
werden entfernt, wenn Ihre Implantate nach der Einheilung freigelegt
werden.
In einem zweiten Behandlungschritt etwa 2 Monate später, wird
das Zahnfleisch erneut geöffnet, ein Aufbaupfosten eingesetzt
und auf diesem die Zahnkrone verschraubt oder zementiert.
Gerade weil die Implantation ein ambulanter Eingriff ist, reicht
oft eine lokale Betäubung aus. In einigen Fällen werden
mehrere Implantate gleichzeitig gesetzt oder es wird zusätzlich
der fehlende Knochen aufgebaut. Eine Vollnarkose kann dann den
Eingriff für Sie angenehmer gestalten. Natürlich können
Sie eine Vollnarkose auch dann wählen, wenn nur Implantate
eingesetzt werden.
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