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Prof. Daniel Buser und Dr. Boris Gruica von der
Universitätsklinik Bern haben vor kurzem in einer Studie über
Implantatversagen festgestellt, dass bei Patienten eine enge Korrelation
zwischen Rauchen und positiven-IL-1-Genotyp besteht. Um den Behandlungserfolg
sichern zu können, sollten daher für die Therapieplanung
stets ein Genotyp - Test durchgeführt werden.
In diesem Zusammenhang sind die Studien von Prof. Daniel Buser und
Dr. Boris Gruica von der Universitätsklinik Bern von großer
Bedeutung. An Rauchern und Nichtrauchern wurde untersucht, wie
sich IL_1-Genoyp auf das Implantatversagen und Implantatkomplikationen
auswirken. Der Genotyp Interleukin-I /IL-I)-Cluster beeinflußt
die Schwere der Parodontitis bei Erwachsen. Bei IL-1-Genotyp-positiven
Patienten kommt es als Reaktion auf Bakterien zu einer Überproduktion
von IL-1. In der Folge verschlechtert sich das Krankheitsbild und
eine erhöhte Zahnpflege ist erforderlich. Es wird geschätzt,
dass 30 - 40% der Europäer diese genetische Variante in sich
tragen. Die enge Korrelation dieses Genotyps und Rauchen war das
auffälligste Ergebnis der Berner Studie.
Nach Buser kam es bei 50% der Patienten, die starke Raucher und
IL-1-Genotyp-positiv waren, entweder zu Implantatversagen oder
zu signifikanten biologischen Komplikation. Demnach sind IL-1-Genotyp-positive,
rauchende Implantatpatienten infolge eines starken synergetischen
Effekts einem signifikant höheren Risiko für biologische
Komplikationen oder Langzeitversagen ausgesetzt.
Ähnliche Ergebnisse brachten weitere Studien von Dr. Niklaus Lang und Dr.
Andreas Feloutzis, Universität Bern. Die Arbeiten lassen den Schluss zu,
dass es bei gut versorgten Nichtrauchern keinen statistisch bedeutsamen
Zusammenhang zwischen positiven IL-1-Genotyp und Langzeitversagen des Implantates
oder Implantatkomplikationen gibt.
Wichtigste Erkenntnis für uns Praktiker daraus ist, dass die
Einbringung eines Implantates zur Behandlung eines stark parodontal
vorgeschädigten Zahnes bei nicht - rauchenden IL-1-Genotyp-positiven
Patienten eine prognostisch bessere und kosteneffektivere Lösung
bieten kann, als eine umfangreiche Parodontaltherapie.
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