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Osteo CT zur Früherkennung und Verlaufskontrolle
von Osteoporose
Wozu wird Osteo CT verwendet?
Osteo CT wird zur Bestimmung der Knochenmineraldichte (BMD) aufgrund
der Messung der physikalischen Volumendichte (in mg pro Kubikzentimeter)
verwendet. Diese Methode wird gewöhnlich als QCT (Quantitative
Computertomographie) bezeichnet, während Osteo CT ein Produktname
von Siemens ist. QCT spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose
von Osteopenie und Osteoporose der Wirbelsäule.
Wer sollte sich einer QCT-Untersuchung
unterziehen?
Das hängt von der Indikation ab. Osteodensitometrie ist indiziert
bei postmenopausalen Frauen, bei denen ein hohes Osteoporose-Risiko
besteht. Leider werden diese hohen Risiken nicht alle in prospektiven
Studien validiert.
Es gibt jedoch bestimmte Risikofaktoren wie kurze Östrogenexpositionszeit
(späte Menarche, frühe Menopause), lange amenorrhöische
Phasen oder prämenopausale, bilaterale Ovariektomie. Ebenso
gelten starkes Rauchen (mehr als 20 Zigaretten pro Tag), übermäßiger
Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, ernährungsbedingte Gründe
wie Kalzium- und Vitamin-D-Mangel oder Fälle von Folgeerkrankungen
und Medikation (Glukokortikosteroide) als hohe Osteoporose-Risiken.
In Deutschland ist die Osteodensitometrie erst nach der ersten
osteoporosebedingten Fraktur indiziert. Weitere Indikationen für
die Osteodensitometrie basieren auf Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule,
auf denen deutliche Anzeichen einer Osteopenie zu sehen sind.
QCT ist vor allem bei Frauen indiziert, die die Wechseljahre gerade
hinter sich haben, da der spongiöse und kortikale Knochenanteil
separat gemessen werden kann. Der Grund liegt darin, dass der Knochenverlust
zuerst im vetebralen, spongiösen Knochen stattfindet, weil
die Stoffwechselaktivität in dieser Region achtmal so hoch
ist.
Eine sekundäre Indikation für die QCT besteht bei älteren
Patienten mit Spondylitis, welche einen Einfluss auf projektionsbasierte
Messungen der Wirbelsäule (Duale Röntgenabsorptiometrie
(DXA)) hat.
Was ist das Ergebnis einer QCT-Untersuchung?
Das Ergebnis einer QCT-Untersuchung sind Werte, die die eigentliche
physikalische Dichte des spongiösen und kortikalen Knochens
in mg Kalziumhydroxylapatit per cm3 (mgCaHA/cm3)
angeben. In der klinischen Praxis sollten Sie nur die Werte
für den spongiösen Knochen verwenden (Durchschnittswert
der Messungen an L1 bis L3), da Messungen des kortikalen Knochens übermäßig
von Teilvolumeneffekten beeinträchtigt sind.
Wie werden die Ergebnisse einer QCT-Untersuchung interpretiert?
Messungen des spongiösen Knochenanteils mit Werten unter 80
mgCaHA/cm3 deuten auf ein deutlich hohes Frakturrisiko.
In diesen Fällen können Sie Osteoporose diagnostizieren.
Bei Werten zwischen 80 und 120 mgCaHA/cm3 sprechen wir
von Osteopenie, und Werte über 120 mgCaHA/cm3 sind
normale Werte.
Sie müssen immer daran denken, dass Osteoporose eine klinische
Diagnose ist und nicht allein auf der Osteodensitometrie basiert.
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