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Dental CT für die orthodontische Behandlungsplanung
Die herkömmliche Radiographie ist ein bereits
etabliertes Verfahren zur Bildgebung der Zähne im Kiefer.
Der Hauptnachteil dieser Technik liegt in der Überlagerung
von Strukturen, welche die Unterscheidung zwischen Knochendetails
und Dichteveränderungen sowie eine Beurteilung der Dicke erschwert.
In der Computertomographie (CT) werden diese Einschränkungen
durch die Aufnahme von Querschnittbildern überwunden. Zusätzlich
gibt es spezielle Software wie Dental CT von Siemens zur Bildreformatierung
und Auswertung der einzigartigen Zahnanatomie.
Die Option Dental CT
Das Programm Dental CT wird als separate Anwendungskarte auf der
Benutzeroberfläche aufgerufen. Es ermöglicht die halbautomatische
Reformatierung der Panorama-(oder gekrümmten) Ansichten
entlang des Kieferknochens und die Reformatierung der Praxialansichten,
welche die Perspektive buccal nach lingual senkrecht zum Kieferbogen
erzeugen.
- Durch Verschieben und Kippen der roten Linie im lateralen MIP-Bild
werden Lage und Neigung des axialen Referenzbildes definiert,
welches für die nachfolgenden Reformatierungen verwendet
wird.
- Die mittlere Panoramalinie wird durch interaktive Platzierung
der roten Markierungspunkte entlang des Kieferbogens definiert.
Diese Linie dient als Basis für die Erstellung der Serien
von Panorama- und Praxialreformatierungen.
Folgende Rekontruktionsparameter stehen zur Verfügung:
- Parameter für Praxialansichten
- Anzahl der Ansichten
- Abstand (mm)
- Dicke (mm)
- Parameter für Praxialansichten
- Länge der praxialen Ansicht (mm)
- Abstand
- Dicke
- Werkzeuge für Abstands- und Winkelmessungen sind auf
dieser Anwendungskarte verfügbar.
- Die Bilder werden in 1:1-Darstellung auf Film dokumentiert,
so dass die anatomische Information direkt mit einem Lineal gemessen
werden kann.
Scantechnik
Der CT-Datensatz muss mit dünnen Schichten (1mm) entweder
in Spiral- oder Sequenztechnik akquiriert werden. Für eine
schnelle Datenaquisition und überlappende Bildkonstruktion
wird die Spiraltechnik bevorzugt.
Bei der Akquisition und Bildkonstruktion wird wie folgt vorgegangen:
- Der Kopf des Patienten wird in der Mitte des Messfeldes positioniert
und mit Kissen fixiert.
- Die Schnittebene sollte möglichst parallel sein
- zur Bissebene für die Aufnahme beider Kiefer
- zum harten Gaumen für die Aufnahme des Oberkiefers
- zum unteren Rand des Unterkiefers zur Untersuchung des Unterkiefers
- Es sollte eine Gantryneigung gescannt werden, da sich ansonsten
der Scannbereich vergrößern würde.
- Die Spiral-CT-Bilder sollten mit mindestens 20% Überlappung
rekonstruiert werden.
Klinische Anwendungen von Dental CT
Zu den häufigsten klinischen Anwendungen von Dental CT gehören:
- Präoperative Beurteilung bei Implantationen
- Diagnose von Knochentumoren und –läsionen im Bereich
des Gesichtsschädels
- Diagnose von Anomalien des Unterkiefergelenks
- Metrische Diagnose von strukturellen Anomalien im Ober- und
Unterkieferbereich
Für die präoperative Beurteilung bei Implantationen,
aber auch bei anderen Fragestellungen, wie die Diagnose von Anomalien
des Unterkiefers oder zur Diagnose von Tumoren oder Läsionen
bietet sich die Dental CT an.
Der Patient wird im CT-Gerät gelagert. Der Kopf des Patienten
wird in der Mitte des Messfeldes positioniert. Es erfolgt dann
ein Spiral –CT des Unterkiefers mit hochauflösenden
dünnen Schichten. Die gesamte Untersuchung dauert einschließlich
Lagerung für den Patienten ca. 2 bis 3 Minuten. Der Datensatz
des Unterkiefers kann dann mit Rekonstruktionsparametern weiterverarbeitet
werden. Es werden Panorama-Ansichten und Paraaxial-Ansichten gefertigt.
Der Datensatz kann auch auf CD-ROM gespeichert werden und steht
dann für weitere computerunterstützte Nachverarbeitungen
zur Verfügung.
Zusammenfassung
Die Dünnschicht-CT ermöglicht die hochauflösende
Visualisierung der Kieferknochenstrukturen. Mit der anwenderfreundlichen
Dental-CT-Software erfolgt die Bildauswertung innerhalb von wenigen
Minuten. Daher gewinnt dieses Verfahren in der diagnostischen Bildgebung
in der Zahnmedizin zunehmend an Bedeutung.
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