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Die furchtbare Angst von E.
 

Nach 19 Jahren Angst vorm Zahnarztbesuch, mindestens 5 Jahren nächtlichen Wahnsinnsträumen vom Zähneziehen und einem unvollendeten Versuch, es in einem Warteraum einer Praxis länger als 20 Minuten auszuhalten, ohne mich übergeben zu wollen, habe ich mich vor 3 Wochen endlich mit Hilfe von "Google" auf die Suche nach einer Vollnarkosebehandlung, von der ich schon einmal gelesen hatte, gemacht!

Dabei stieß ich auf diese Adresse und habe (leider bisher ohne Erfahrungsberichte Betroffener) die Praxis von Dr. L. in H. gefunden!

Nach ausführlichem Studium seiner umfänglichen, sehr gut erklärenden Internet-Seiten, besonders die für Angstpatienten (!!!), man sollte auf das Pelikan-Logo klicken, fasste ich den Mut, w e n i g s t e n s einmal anzurufen! Schon das erste Telefonat mit einer sehr, sehr verständnisvollen Frau H. (die mich auch noch für meinen "Mut" lobte!), bekam ich einen Termin gleich ein paar Tage später. Um die Zeit, bzw. die angstvollen Tage und Nächte einigermaßen zu überbrücken, ließ ich mir von meinem Hausarzt "Diazepam"- Tropfen (Valium) verschreiben, die ich auch bis zum ersten Untersuchungstermin ausgiebig einsetzte. Dies war für mich sehr wichtig.

Dann der verhängnisvolle Tag! Mein erster Eindruck: Der Eingangsbereich ruhig und neutral, der Empfang freundlich und sehr nett persönlich! Das Wartezimmer, ausgestattet mit einem schönen Kamin, einer Kaffe-, Tee- und Wasserbar, bequemen Sesseln, einem wunderbaren Ausblick aus weinumlaubten Fenstern, sehr gemütlich. Nur eine Patientin wartete außer mir. Was noch viel wichtiger war, es "roch" überhaupt nicht nach Zahnarzt!!!!

Dann, innerhalb von ca. 10 Minuten wurde ich schon ins Behandlungszimmer gebeten. Dort saß ich nicht, wie ich das von früher kannte, mindestens eine halbe Stunde, sondern auch nur kurze Zeit, währenddessen mir eine Mitarbeiterin leise Musik einschaltete. Dann kam auch schon das gefürchtet - erwartete "Ungeheuer" in Form eines ruhig freundlichen Arztes ohne Kittel und sonstigen angsterzeugenden Instrumenten. Nach meinen eingehenden Phobie - Schilderungen, die er wirklich sehr ernst nahm, schaute er mit zwei Zahnspiegeln, ohne mit einem "Piecker" zwischen meinen kariösen Löchern herumzustochern (wie ich das von anderen Untersuchungen kannte!) ganz vorsichtig in meinen Mund und zählte dabei seiner Mitarbeiterin eine Menge behandlungsbedürftiger Zähne auf. (19 Jahre !!) Dann wurde ich erst einmal zum Röntgen geschickt (neueste sehr gesundheitsschonende Tomographie) Anschließend folge eine ausführliche Besprechung zur Narkosebehandlung und ich bekam einen Termin, wieder gleich ein paar Tage später in der Narkosepraxis zur Gesundheitsprüfung.

Dort wurde ein Lungenfunktionstest gemacht (einmal kräftig in ein Gerät pusten), ein Ruhe-EKG (dauerte 5 Minuten) und Blut abgenommen (ein paar ml) für das Blutbild. Auch in dieser Praxis erfolgte anschließend eine Besprechung mit dem Narkosearzt über die Vorgehensweise vor, während und nach der Narkose. Der OP-Termin wurde gleich auf den Montag der folgenden Woche gelegt. Ich durfte nach Absprache mit dem Narkoseteam, das mit allen Geräten in die Zahnarztpraxis kommt, sogar für den Morgen ein paar Diazepam-Tropfen nehmen, nur ab dem vorherigen Abend weder essen noch trinken.

Dann der Morgen: Ich war völlig ruhig und gelöst, endlich sollte in ein paar Stunden alle Angst und Sorge vorbei sein. Mein Mann, der mich begleiten sollte, im Wachraum war und mich sicher nach Hause brachte, war wesentlich aufgeregter und konnte meine Gelöstheit überhaupt nicht fassen!

Ich wurde nach kurzer Wartezeit in einen Behandlungsraum gebeten, bekam eine Infusionsnadel gelegt und ein Mittel zur Grundberuhigung. Nach einiger Zeit wurde ich in den OP-Raum gebracht, dort warteten schon die mir aus der Narkosepraxis bekannten Mitarbeiter und leiteten die "richtige" Narkose ein. Ich fragte, ob ich denn jetzt zählen solle, eigentlich wäre ich doch noch ganz wach.., da rüttelte mich jemand sanft an der Schulter: "So, jetzt können Sie die Augen aufmachen und wenn Sie einigermassen wach sind, versuchen Sie aufzustehen!

Ich wurde in einen Ruheraum geleitet, dort wartete schon mein Mann - und alles, alles war vorbei. Sprechen konnte ich sofort wieder, ein leichtes Ziehen an einem Backenzahn war alles, was ich spürte. Weder Kopfschmerzen, noch Übelkeit, nur einfach Erleichterung. Die gestreifte Tapete "ringelte" sich magisch vor meinen Augen, aber nach ca. 20 Minuten war ich zwar noch etwas dösig aber fit genug, um einen Spiegel zu entdecken und sofort in meinen Mund schauen zu wollen, in dem ich fürchterliche blutende Lücken erwartete. - und.. Sah fast aus wie immer. Das Ergebnis dieser zweistündigen Behandlung unter Vollnarkose: 2 gezogene Weisheitszähne, alle Amalgam-Plomben entfernt und durch (weißen !) Zahnzement ersetzt. Eine vereiterte Zyste, die schon den Unterkieferknochen angegriffen hatte, samt einem Teil der Oberfläche des Knochens entfernt und mit einer knochenähnlichen Substanz aufgefüllt und schmerzfrei vernäht (Das wurde mir in der Vorbesprechung sehr gut erklärt!). Außerdem waren alle kariösen Stellen ebenfalls "weggebohrt" und weiß verfüllt. Und zum Schluss hat Dr. L. auch noch eine Wurzelbehandlung durchgeführt, die Wurzeln gekappt, die Nerven gezogen und den Zahn unterfüttert und verfüllt. Selbst ein kleines Loch im Schneidezahn war saniert.

Ich bekam gute Schmerzmittel mit nach Hause, verschlief mehr oder weniger den Rest des Tages ohne Beschwerden und bin jetzt, nachdem am 10. Tag die Fäden gezogen wurden, völlig beschwerdefrei ! Ich beginne wieder, richtig gesund zu essen, habe ein völlig neues "Lebensgefühl" und werde jetzt immer vorsorgend in d i e s e Praxis gehen. Sollten wieder einmal grössere Zahngeschichten auf mich zukommen, kämpfe ich nicht mehr mit und gegen Angst, sondern entscheide mich auf jeden Fall wieder für eine Vollnarkose.

VIELEN DANK AN DR. L., SEIN TEAM UND DAS FÜRSORGLICHE NARKOSETEAM!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Dieser Erfahrungsbericht ist vonhttp://www.za-angst.de übernommen.

 

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