Zahnarztangst
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Angst vor der Behandlung
 

Prinzipiell ist Angst eine nützliche Eigenschaft des Körpers. Auf mögliche Gefahren wird mit der Umstellung des Verhaltens reagiert. Niemand braucht sich wegen seiner Angst vor dem Zahnarzt zu schämen. Nach Auffassung der Psychologen soll jeder siebte Deutsche an einer Angst vor dem Zahnarzt leiden. Gefährlich werden die Folgen der Angst dann, wenn durch ein Aufschieben der notwendigen Behandlung die Erkrankung sich verschlimmert oder sogar Schmerzmittel bzw. Alkohol zur Unterdrückung der Schmerzen eingenommen werden müssen.

Es ist die Aufgabe von Behandler und Patient, die Angst so zu beeinflussen, dass die notwendige Behandlung durchgeführt werden kann. Dies ist manchmal ein aufwendiger Prozeß, der von beiden viel Geduld erfordert - nicht nur vom Behandler.

Was kann man gegen die Angst tun?
Die beste Grundlage ist: Vertrauen schaffen. Da aber gerade das Ungewisse in Bezug auf die Art des Behandlers und seiner Tätigkeit Angst produziert, empfiehlt es sich, Informationen zu sammeln. Ein Weg dazu ist sicherlich diese Homepage.

Nennen Sie Ihre Angst...? Angst ist etwas Natürliches. Der Behandler kann besser mit ihr umgehen, wenn sie angegeben wird. Z.B. ich habe Angst vor der Spritze, vor der Operationsabdeckung etc.

Unterstützend kann auch Musik sein. Nehmen Sie doch Ihre Lieblingsmusik zur Behandlung mit. Wir haben ein Abspielinstrument (f. CD), das wir Ihnen während der Behandlung gerne zur Verfügung stellen.

Sollten diese Maßnahmen keine Linderung der Angst bringen, so sind noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Bei sofort notwendigen Behandlungen, haben wir in der Schulmedizin mehrere Möglichkeiten. Es gibt in Abhängigkeit von der Stärke der Angst und der Größe des Eingriffes verschieden starke Beruhigungsmöglichkeiten. Es fängt an bei pflanzlichen Beruhigungsmitteln und endet bei der Vollnarkose.

  1. Pflanzliche Beruhigungsmittel (Baldrian, Hopfen, Lavendel).
    Die Wirksamkeit sollte nicht unterschätzt werden, oft reichen kleine Dosen aus, um ein überschießendes Angstverhalten in normales Angstverhalten umzuwandeln.
  2. Beruhigungsmittel wie Valium.
    Diese Medikamente beruhigen den Patienten sehr stark. Nachteilig wird von den Patienten das länger andauernde Gefühl der Abgeschlagenheit empfunden.
  3. Beruhigungsmittel, die über ein Blutgefäß gegeben werden, wie Dormicum.
    Hier ist die Beruhigung so stark, dass der Patient in eine Art Rauschzustand versetzt wird. Meist erinnert er sich an nichts. Allerdings fühlt er sich schneller wieder fit, als beim Valium. Nachteilig ist der immer vorhandene Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut, daher muß immer die Sauerstoffsättigung gemessen und evtl. die Atemluft mit Sauerstoff angereichert werden.
  4. Vollnarkose
    Schließlich gibt es noch die von uns angebotene Vollnarkose, die ambulant durchgeführt wird, d.h. Sie können am gleichen Tag nach Hause. Bei länger als vier Stunden dauernden Vollnarkosen besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass wir Sie stationär aufnehmen, d.h. in ein Krankenhaus verlegen wo Sie sich dann ein bis zwei Tage unter Aufsicht ausruhen können.

Zur Senkung des Schmerzempfindens stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Mit Hilfe der Akupunktur wird das Schmerzempfinden geändert. Der Schmerz ist noch vorhanden, wird aber nicht mehr als so unangenehm empfunden. Die Hauptanwendungsgebiete der Akupunktur sind der Würgereiz und der Einstichschmerz bei Spritzen.
  2. Soll das Schmerzempfinden über längere Zeit vermindert werden, so ist das Tenzgerät geeignet. Beim Tenzgerät (transkutane elektrische Nervenstimulation) wird körpereigenes Morphin freigesetzt. Der Patient kann sich selber die benötigte Stärke einstellen, die er benötigt um den Schmerz nicht mehr zu verspüren.
  3. Zur Senkung der Schmerzen beim Spritzen hat der Zahnarzt heute die Möglichkeit einer Schleimhautbetäubung mit einem Spray. Weiterhin ist die Methode des Syrijet bei Patienten sehr beliebt. Hier wird das Spritzmittel nicht über eine Metallkanüle gegeben, sondern wie bei der Kinderreihenimpfung über eine kleine aber starke Düse.

An den Ursachen der Schmerzentstehung bzw. Senkung der Schmerz-
schwelle wird ständig geforscht. Ein Ansatzpunkt zur Schmerzlinderung ist sicherlich der Laser, der gewebeschonend und gezielt eingesetzt werden kann. Auch durch die Verkleinerung der Operationswunde wie über das Operationsmikroskop kann man den Schmerz reduzieren. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit ohne zu Bohren eine Karies zu entfernen mit der Carisolv - Therapie, d.h. dem "chemischen Bohrer" . Dabei wird ein Gel auf die defekte Zahnsubstanz aufgetragen und anschließend der defekte Anteil mit Handinstrumenten herausgekratzt.

Die Möglichkeiten der Schmerzeinschränkung werden also ständig verbessert.

Bei extremer Angst, evtl. gepaart mit anderen Ängsten, sollte man auch über eine Psychotherapie nachdenken. Wir wissen, dass so gut wie alle Patienten auf diesen Vorschlag mit Abwehr reagieren. Das mag mit dem alten Vorurteil zusammenhängen, das der Psychotherapeut etwas mit Klapsmühle zu tun hat. Aus der Angst vor der Angst kann manchmal aber ein Teufelskreis entstehen. Dieser Zustand sollte dann bei aufschiebbaren Behandlungen nicht von einem Zahnarzt mit Medikamenten unterdrückt werden, sondern in diesen extremem Fällen von einem Spezialisten gründlich aufgeklärt und behandelt werden.

Keine Angst, kein Zahnarzt wird seinen Patienten gegen seinen Willen zum Psychologen schicken. Außerdem wird jeder Psychotherapeut die Behandlung sofort ablehnen, wenn nur ein anderer Arzt aber nicht der Patient sie selber wünscht. Wir sollten aber im Auge behalten, das ein Mensch nicht nur aus Zähnen besteht.

Abschließend möchten wir Ihnen noch ein Buch empfehlen, wenn Sie zu denen gehören die Angst vor dem Zahnarzt haben:
Literatur: Angst vor dem Zahnarzt - und wie man sie überwinden kann;
Autorin: Renate Soldan; Verlag: van den Hoek und Ruprecht.

 

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