Leistungen
Stammzellentherapie

Kieferknochenaufbau mit körpereigenen Stammzellen

Grundvoraussetzung für ein ausreichend stabil verankertes Implantat und damit für ein optimales Ergebnis ist genügend Knochenvolumen. Allerdings kommt es gerade bei Zahnverlust schnell zu einer Rückbildung des Knochengewebes, häufig bereits nach einigen Monaten. Fehlende Knochen werden dann beispielsweise mithilfe von patienteneigenem Material aufgebaut, das unter anderem aus dem Beckenkamm gewonnen wird. Bei dieser Methode handelt es sich zwar um ein bewährtes Verfahren, jedoch entstehen hier zwei Operationsfelder. Für den Patienten bedeutet dies oft eine langwierige Prozedur, verbunden mit Schmerzen, Schwellung und Bluterguss im Knochenentnahmebereich. Auch ein Krankenhausaufenthalt ist stets mit dieser Therapie verbunden.


Schonende Gewinnung durch kleine Punktion

Ein besonders patientenfreundliches Verfahren bietet das DIG nun mit der minimal-invasiven Entnahme von adulten körpereigenen Stammzellen aus dem Knochenmark des Beckens. Die schonende Gewinnung der Knochenmarksflüssigkeit erfolgt dabei lediglich über eine kleine Punktion. Mit einer Hohlnadel entnehmen Ärzte zunächst Knochenmarks-Aspirat aus dem Hüftknochen, durch eine spezielle Zentrifugentechnik werden die hochaktiven Zellen dann konzentriert. Die darin enthaltenen mesenchymalen Stammzellen verfügen über die Fähigkeit, neue Knochen zu bilden, und erfüllen somit die wichtigste Grundlage für den Kieferknochenaufbau. Das Zellkonzentrat wird dann mit einem Knochenersatzmaterial gemischt und bildet somit den Ausgangsstoff für den neuen, „körpereigenen“ Kieferknochen. In einem nächsten Schritt legen die Ärzte den Kieferknochen frei und bestimmen im Vorhinein die Größe und Dicke des neuen Knochens, indem sie darüber eine Art Tasche konstruieren. Die Mischung aus Stammzellen und Knochenersatzmaterial wird dann in die vorgefertigte Tasche eingebracht und vernäht. Nach einiger Zeit bildet sich aus dem Gemisch ein stabiler Knochen, durch das Beimengen des Stammzellenkonzentrats heilen die Implantate im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren schneller ein, der Zahnersatz kann oft bereits nach drei bis vier Monaten gesetzt werden.


Verträglichkeit und Komfort für den Patienten

So zeigen sich für den Patienten die Vorteile der Methode in einer verkürzten OP-Dauer und deutlich verringerten Nachbeschwerden durch Verzicht auf eine offene Knochenentnahme. Zusätzlich sorgt die hohe regenerative Kraft der Stammzellen für eine optimale Lösung auch bei großen Kieferknochendefekten. Allergische Reaktionen sowie Infektionsübertragungen sind in der Stammzellentherapie auszuschließen, da es sich bei den verwendeten Zellen um körpereigene Bestandteile handelt.